Ausverkauf der Nachhaltigkeit
von Andreas Weckwert
natureOffice mit Hauptsitz in Frankfurt am Main bleibt auch in Zukunft ein unabhängiges Unternehmen bei dem der Klimaschutz im Fokus steht.
Mit einer Idee, viel Engagement, harter Arbeit und der uneigennützigen Unterstützung vieler Freunde aus dem In- und Ausland zu starten und sich den Unternehmenserfolg nach kurzer Zeit dann versilbern zu lassen, in dem man finanzstarke Partner mit undurchsichtigen Zielen an Bord holt, kommt für uns nicht in Frage. Dies wäre der Verrat an unseren eigenen Idealen und an unseren Kunden und Partnern.
natureOffice wird sich weder von Fremdunternehmen kaufen lassen noch exklusive Partnerschaften eingehen um die notwendige Unabhängigkeit auch in Zukunft zu gewähren. Die Kunden und Partner der natureOffice können sich sicher sein, das Empfehlungen oder Strategien nicht durch den Einfluss von Großkonzernen oder Lobbyverbänden gesteuert werden. Diese Strategie hat sehr viel mit Glaubwürdigkeit, Transparenz und einer nachhaltigen moralischen Grundeinstellung zu tun. Wir sind streitbar und wollen uns dies durch unsere Unabhängigkeit auch in Zukunft bewahren.
Wir halten es für sehr fraglich, wenn sich EnBW resp. Energie de France – einer der größten Atomstromproduzenten Deutschlands – der wissentlich die Risiken der Radioaktivität in Kauf nimmt und seine Entsorgungsprobleme auf zukünftige Generationen verlagert um ganz banalen wirtschaftlichen Interessen zu folgen, an dem Klimaschutzdienstleister Climatepartner indirekt beteiligt ist. Eine Allianz die nichts mit Nachhaltigkeit zu tun hat.
Weiter ist es verwunderlich, wie intransparent die Anteile von Zellstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft wirklich in Papieren mit dem FSC Mix Siegel sind. Insider sprechen uns gegenüber von einem Anteil der bis auf 0,5% heruntergehen kann, je nach dem wie viel Zellstoff mit dem FSC Label zur Verfügung steht. Nicht das wir die globale Arbeit des FSC für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung in Frage stellen, das Gegenteil ist der Fall, aber sowohl Transparenz und Offenheit als auch Bürokratie gilt es hier zu kritisieren.
Zu guter Letzt sind wir darüber entsetzt, das die Bundesregierung öffentlich über die Versteigerung von Laufzeiten für Atomkraftwerke nachdenkt und sich darüber Gewinne in Milliardenhöhe verspricht statt endlich nachhaltig die mittlerweile ungerechten und schier unüberschaubaren Subventionen zurück zu fahren. Auch hier scheint es so, als wolle man mit aller Kraft an lieb gewonnenem festhalten und niemandem weh tun statt konsequent den Weg der Erneuerung zu beschreiten.
natureOffice wird weiterhin Prozesse, Verhalten und Strukturen untersuchen und seinen Kunden und Partnern auf dem Weg in eine ressourcenschonende und nachhaltige Wirtschaft begleiten.


