von Björn
Willkommen beim Teil 2 unserer Wissens-Serie. FĂŒr uns bei natureOffice ist das klimaneutrale Drucken der Einstieg in eine nachhaltige Medienproduktion. Doch auch in anderen Bereichen beziehungsweise Unternehmen kommt dem Bereich Umweltmanagement eine stetig wachsende Bedeutung zu. Allen voran GroĂunternehmen wie die Deutsche Bank oder Deutsche Telekom setzen auf nachhaltiges Umweltmanagement und auch bei kleineren und mittelstĂ€ndischen Betrieben ist der Einstieg in vielen Bereichen bereits gemacht.
Nach wie vor stellt die Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung ein globales Problem dar. Die Umsetzung aber findet in den Unternehmen statt, die als Problemverursacher und -löser an der Gestaltung unserer Umwelt federfĂŒhrend beteiligt. Ăberhaupt spielen Unternehmen im Nachhaltigkeitsprozess eine zentrale Rolle. Knapp 90 % der Beteiligten von Politik, Wirtschaft und Medien teilen inzwischen die Einstellung, dass auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtete Unternehmen langfristig wettbewerbsfĂ€higer sind. (Quelle)
Die 2001 erhobene Studie beweist noch etwas: Die prognostizierten Chancen sind heute, knapp 10 Jahre spĂ€ter, alles andere als optimal umgesetzt. Alles spricht demnach dafĂŒr, dass die Realisierung eines nachhaltigen Umweltmanagements im Unternehmen sehr komplex und schwierig ist.
Zu diesem Ergebnis kommen auch die Autoren des Lehrbuchs âBetriebliches Umweltmanagementsâ. Sie fĂŒhren diesen Umstand darauf zurĂŒck, dass das Konzept der nachhaltigen Entwicklung ânurâ ein Leitbild darstellt, dessen Konkretisierung offen bleibt und vielleicht auch bleiben muss. Denn Leitbilder stehen fĂŒr Visionen, mit deren Hilfe theoretische Konzepte im tĂ€glichen Wirtschaften eines Unternehmens umgesetzt werden. FĂŒr die Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung auf Unternehmensebene gibt es diverse wissenschaftliche AnsĂ€tze, die ganz unterschiedlich angesiedelt sind.
WĂ€hrend die einen aus einer streng unternehmerischen Sichtweise argumentieren und das Verantwortungs-, Kreislauf- und Kooperationsprinzip als Kernelemente eines Leitbildes nachhaltiger Entwicklung identifizieren, ist fĂŒr andere das Entwicklungsprinzip als Strukturmerkmal nachhaltigkeitsorientierter Unternehmen relevant. Im Gegensatz dazu stehen AnsĂ€tze, die sich weniger am Unternehmen als an den unternehmerischen Produkten und Prozessen orientieren. (Annett Baumast, Jens Pape (Hrsg.), Betriebliches Umweltmanagement, S. 37-42).
Bei aller Divergenz wird eines deutlich: Die Umsetzung des Konzepts einer nachhaltigen Entwicklung auf Unternehmensebene ist von hoher Unsicherheit und KomplexitĂ€t geprĂ€gt. Statt groĂer theoretischer Konzepte sind AnsĂ€tze gefragt, die ein Lernen und Vorgehen schrittweise ermöglichen. Fester Bestandteil dieser Konzepte: Eine institutionalisierte Reflexion ĂŒber die einzelnen Schritte, so dass Unternehmen und Ansprechpartner die Unsicherheit und KomplexitĂ€t in den Griff bekommen können. Wie nachhaltig ein Unternehmen wirtschaften kann ist letztendlich, da sind sich heute alle einig, von der individuellen Situation des Unternehmens abhĂ€ngig. Die gesetzten Determinanten, Vorstellungen und beteiligten Personen entscheiden also darĂŒber, welchen Weg ein Unternehmen in punkto nachhaltigem Umweltmanagement gehen kann.
Die Probleme sind heute erkannt, und auch die Lösung scheint zum Greifen nahe: Anfangen. Die Vision der Nachhaltigkeit vor Augen, geht es dann Schritt fĂŒr Schritt ganz individuell voran. Das klimaneutrale Drucken mit natureOffice, die Reflexion ĂŒber die Ergebnisse und die Diskussion der Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Medienproduktion kann fĂŒr viele Unternehmen der Start in eine nachhaltige und erfolgreiche Zukunft sein.
In zwei Wochen erscheint der nĂ€chste Artikel aus der Serie “Betriebliches Umweltmanagement”:
3/12: Woran erkennt man Nachhaltigkeit? Eine Ăbersicht ĂŒber die wichtigsten Standards und Zertifikate.

