28. Juli 2010
von Andreas Weckwert
natureOffice mit Hauptsitz in Frankfurt am Main bleibt auch in Zukunft ein unabhängiges Unternehmen bei dem der Klimaschutz im Fokus steht.
Mit einer Idee, viel Engagement, harter Arbeit und der uneigennützigen Unterstützung vieler Freunde aus dem In- und Ausland zu starten und sich den Unternehmenserfolg nach kurzer Zeit dann versilbern zu lassen, in dem man finanzstarke Partner mit undurchsichtigen Zielen an Bord holt, kommt für uns nicht in Frage. Dies wäre der Verrat an unseren eigenen Idealen und an unseren Kunden und Partnern.
natureOffice wird sich weder von Fremdunternehmen kaufen lassen noch exklusive Partnerschaften eingehen um die notwendige Unabhängigkeit auch in Zukunft zu gewähren. Die Kunden und Partner der natureOffice können sich sicher sein, das Empfehlungen oder Strategien nicht durch den Einfluss von Großkonzernen oder Lobbyverbänden gesteuert werden. Diese Strategie hat sehr viel mit Glaubwürdigkeit, Transparenz und einer nachhaltigen moralischen Grundeinstellung zu tun. Wir sind streitbar und wollen uns dies durch unsere Unabhängigkeit auch in Zukunft bewahren.
Wir halten es für sehr fraglich, wenn sich EnBW resp. Energie de France – einer der größten Atomstromproduzenten Deutschlands – der wissentlich die Risiken der Radioaktivität in Kauf nimmt und seine Entsorgungsprobleme auf zukünftige Generationen verlagert um ganz banalen wirtschaftlichen Interessen zu folgen, an dem Klimaschutzdienstleister Climatepartner indirekt beteiligt ist. Eine Allianz die nichts mit Nachhaltigkeit zu tun hat.
Weiter ist es verwunderlich, wie intransparent die Anteile von Zellstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft wirklich in Papieren mit dem FSC Mix Siegel sind. Insider sprechen uns gegenüber von einem Anteil der bis auf 0,5% heruntergehen kann, je nach dem wie viel Zellstoff mit dem FSC Label zur Verfügung steht. Nicht das wir die globale Arbeit des FSC für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung in Frage stellen, das Gegenteil ist der Fall, aber sowohl Transparenz und Offenheit als auch Bürokratie gilt es hier zu kritisieren.
Zu guter Letzt sind wir darüber entsetzt, das die Bundesregierung öffentlich über die Versteigerung von Laufzeiten für Atomkraftwerke nachdenkt und sich darüber Gewinne in Milliardenhöhe verspricht statt endlich nachhaltig die mittlerweile ungerechten und schier unüberschaubaren Subventionen zurück zu fahren. Auch hier scheint es so, als wolle man mit aller Kraft an lieb gewonnenem festhalten und niemandem weh tun statt konsequent den Weg der Erneuerung zu beschreiten.
natureOffice wird weiterhin Prozesse, Verhalten und Strukturen untersuchen und seinen Kunden und Partnern auf dem Weg in eine ressourcenschonende und nachhaltige Wirtschaft begleiten.
Tags: Atomkraft, FSC, Nachhaltigkeit, Transparenz
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29. Juni 2010
von Andreas Weckwert
Und sie tun es doch. Allen Unkenrufen zum trotz engagieren sich mehr Unternehmen im aktiven Klimaschutz als landläufig angenommen. Von Starbucks, der Schokolade mit den Sparvoschlägen oder den unzähligen Hinweisschilder man möge doch beim Energiesparen mitmachen, haben wir bereits berichtet. Heute wollen wir der Frage nachgehen warum man im Land der großen Freiheit, in dem die persönliche Freiheit und Unabhängigkeit scheinbar über allem steht es dennoch eine wachsende Zahl von Unternehmen gibt die sich, abseits des scheinbaren Mainstreams, für Dinge einsetzen von dem wir in Europa annehmen sie würden den Amerikaner nicht interessieren.
Da ist Timm, ein alt Woodstocker, der am Strand von Waikiki einen keinen Surfshop betreibt und der immer mal wieder eine kleine Anzahl Flyer drucken lässt. Er berichtet uns dass er rein zufällig von der Möglichkeit gehört hat die CO2 Emissionen die bei der Produktion seiner Flyer anfallen zu kompensieren. Und als er hörte, dass die Mehrkosten hierfür grade mal 2,75 Dollar ausmachten hat er gleich noch einen Schwung neuer Visitenkarten mit drucken lassen. Später verriet er uns noch, dass auf seinen alten Visitenkarten immer noch die alte Adresse stand und es nach fast 5 Jahren höchste Zeit für neue wurde. Oder die Life Guard Foundation für die es schon fast eine Selbstverständlichkeit, eher eine Frage der Ehre ist diese Möglichkeit zu nutzen.
Wir können hier noch mehr als 50 Kunden zitieren und all die persönlichen oder geschäftlichen Motivationen niederschreiben, sie alle ähneln aber dem gleichen Muster – auch in Amerika gibt es Menschen die sich um die Zukunft Sorgen machen ihren persönlichen Beitrag leisten möchten, bis auf, ja bis auf Mike, der schon seit langer Zeit einen Weg gesucht hat die Druckerei wechseln zu können ohne ein Familiendrama auszulösen. Mike’s Onkel Steve betreibt vor den Toren Honolulus eine kleine Druckerei und seit dem Mike sich vor Jahren mit einem Schnellrestaurant selbstständig gemacht hat muss er seine Prospekte, Poster und Speisekarten bei seinem Onkel Steve drucken lassen. Aber Steve ist teuer und zudem unpünktlich bei seinen fest zugesagten Lieferterminen. Das nervt mich schon seit dem ersten Druckauftrag erzählte uns Mike, aber was will man schon gegen seinen eigenen Onkel sagen? Doch als er von der Möglichkeit gehört hatte dass Hagedone Printing die Möglichkeit des klimaneutralen Druckens anbietet hat er gleich seine Chance genutzt und mit dem Argument seine Kunden würden dies von ihm erwarten, die Druckerei gewechselt. Nun bekommt er seine Drucksachen nicht nur günstiger und termingerecht sondern auch noch klimaneutral.
Wie man es auch dreht und wendet, den die Umwelt mit Füßen tretenden Amerikaner haben wir bisher nicht kennen gelernt, aber wir suchen weiter und werden wieder berichten.
Tags: amerika, Hawaii, klimaneutral drucken
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25. Juni 2010
von Andreas Weckwert
Das erste Jahr klimaneutrales Drucken auf Hawaii.
Umweltbewusste Amerikaner? Gibt es nicht? – Gibt es! Nach nun mittlerweile einem Jahr können wir, als natureOffice, das aus erster Hand bestätigen. Climate Protection chocolate für $4,00 im Boardshop der United Airlines auf dem Flug von Frankfurt nach San Francisco. Schmeckt nicht besonders aufregend, aber der Schokoladennascher bekommt auf der Verpackung 15 gute Tipps um seine persönlichen CO2-Emissionen zu reduzieren. “Turning off lights when you’re not in the room safes electricity. Using candles is even more romantic.” Oder: “Riding your bike or walking rather than taking your car on short trips reduces your carbon emission and it’s a great exercize too!”. Nach dem langen Flug schnell einen Kaffee bei Starbucks, im aus Recyclingpapier hergestellten Pappbecher auf dem in großen, grünen Buchstaben darauf aufmerksam gemacht wird, dass man mit jedem Kaffee den man kauft etwas gutes für die Umwelt tut.
Nach einem Jahr klimaneutralem Drucken in USA wollten wir uns aber nun selbst ein Bild machen und nahmen dies zum Anlass unseren ersten carbon neutral printer auf Oahu zu besuchen und ihn nach seinen Erfahrungen zu befragen. Hagedone Printing, der größte Rollen- und Bogenoffset Drucker der Inselkette, berichtet voller Stolz von steigenden Umsatzzahlen, interessierten Neukunden, engagierten Mitarbeitern, sinkenden Energiekosten und sogar sehr neugierigen, befreundeten Mitbewerbern.
Nicht zuletzt die Ölkatastrophe hat das Umweltbewusstsein der amerikanischen Bevölkerung geschärft. Sie möchten gerne einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und finden mit dem carbon neutral printing einen leichten Einstieg ins Thema. Wir bleiben am Ball und werden ihnen hierzu bald Weiteres berichten.
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18. Juni 2010
von natureOffice
Still, heimlich und leise mausern sich die Mailingtage in Nürnberg zu einer durchaus sehens- und erlebenswerten Fachmesse rund um das Thema Mailing, Printproduktion und CRM.
Mit einem Vortrag über die Themen nachhaltige Medienproduktion, Umwelt- und Klimaschutz sowie Klimaschutzprojekte hat natureOffice einen Betrag geleistet um Interessierten dieses spannende Thema näher zu bringen und die eine oder andere Unsicherheit aufzuklären.
Die Fachgespräche, die wir am Rande der Veranstaltung mit interessierten Druckereien und Produktionsunternehmen führen konnten waren für uns eine echte Überraschung, so Alex Schedler, zuständig für Carbon Prozess Management bei natureOffice. Mit sehr vielen Anregungen, Ideen aber auch konkreten Projekten war der Besuch auf den Mailingtagen für uns ein echter Erfolg.
Tags: mailingtage, Messe, Nachhaltigkeit
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25. Mai 2010
von Andreas Weckwert
Wer nicht mit wem spielen darf, ist längst entschieden. Das Parteibuch entscheidet mittlerweile über die Einstellung, was man denken und was man sagen darf. Diejenigen, die in ihrer Grundeinstellung eher das konservative Lager vertreten, müssen aufpassen, nicht all zu schnell in die Ökosozialistenecke gestellt und ausgebremst zu werden. Und andererseits kann sich niemand aus dem linken Spektrum leisten, kritische Fragen zu stellen bzw. Maßnahmen gegen den Klimawandel anzuzweifeln. Ob man Klimaskeptiker ist oder an die Erderwärmung glaubt. Und überhaupt: Was heißt eigentlich Klimaskeptiker? Gibt es in der Tat jemanden, der bezweifelt, dass es ein Klima gibt und dass sich dieses verändert?
Es wird in der Tat Zeit, dass wir mündige Bürger dem Treiben der Politik, der Interessenverbände, der Lobbyisten und anderen Organisationen kritisch auf die Finger sehen um endlich ein entschiedenes und gemeinsames Handeln zu fordern. Der Klimawandel darf nicht zum Spielball politischer und wirtschaftlichen Interessen werden.
Tags: Klimawandel
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